Wie funktioniert Thermografie eigentlich ?
 
Alle festen Oberflächen strahlen Licht ab, wenn Sie eine Temperatur haben, je wärmer sie dabei sind, desto heller sind sie. Wenn die Temperatur etwa 500 °C übersteigt, kann man das Leuchten mit eigenen Augen als Glühen sehen. Bei Umgebungstemperatur leuchten alle festen Körper im tiefen Infrarot. Dieses langwellige Infrarotlicht "sieht" jede Thermografiekamera. Weil die Helligkeit des IR-Lichts sehr stark von der Temperatur abhängt, kann man damit die Oberflächentemperatur aus der Ferne messen.
 
Was bedeutet eigentlich Langwellen-IR ?
 
Unter Langwellen-Infrarot versteht man den Wellenlängenbereich zwischen 8 und 12 µm, bei dem die Erdathmosphäre IR- Licht hindurchdringen läßt und es nicht wie anderswo absorbiert. Das große Transparenzfenster ist für die Wärmeabstrahlung der Erde besonders wichtig, da bei Umgebungstemperatur das Maximum der Wärmeabstrahlung bei 10 µm mitten im Langwellenfenster liegt. Thermografiekameras mit Langewellenempfindlichkeit sind besonders für Thermografie bei oder sogar unter der Umgebungstemperatur geeignet.
 
Und was ist Mittelwellen-IR ?
 
Mittelwellen-Infrarot bezeichnet den Bereich im Lichtspektrum zwischen 3,5 und 5 µm. Dort ist die Erdathmosphäre in zwei etwas breiteren Bereichen transparent, so daß man auch diesen Bereich zur Thermografie nutzen kann. Viele Flächensensoren (Indium-Antimonid z.B.) sind hier empfindlich.
 
Wozu kann man Thermografie brauchen ?
 
Die Hauptanwendungsgebiete der Thermografie liegen in der Haustechnik, der Bauphysik und der Wärmedämmung von Gebäuden, man braucht sie aber auch im Umweltschutz, der Fernerkundung, in der Elektrotechnik und in Forschung und Industrie. Das sind nur Beispiele.
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